Wie funktioniert das CVT-Automatikgetriebe ?

Der Hersteller schreibt:
Das CVT-Getriebe (Continous Variable Transmission) ist eine stufenlose Automatik, die dank ihres Konstruktionsprinzips eine theoretisch unendliche Zahl verschiedener Übersetzungen erlaubt. So läuft der Motor immer im idealen Drehzahl- und Drehmomentband und spart im Vergleich zu konventionellen Automatik- und Schaltgetrieben Treibstoff und Emissionen.

Funktionsprinzip:
Zwischen zwei Kegelscheibenpaaren läuft ein Schubgliederband. Bei jedem Scheibenpaar ist eine Scheibe fix, die andere auf der Achse verschiebbar. Durch gegenläufiges Verschieben der beiden beweglichen Kegelhälften rutscht das Schubgliederband weiter in Richtung Achse oder weiter nach außen. Hierdurch ändert sich die Übersetzung stufenlos und kann mittels Steuerelektronik an die Fahrbedingungen (Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bergfahrt etc.) angepaßt werden.

Der Namen "Schubgliederband" rührt übrigens daher, daß die Kette bei Nissan nicht nur auf Zug, sondern auch auf Druck ("Schub") belastet werden kann, die Kraftübertragung sich also gleichmäßiger verteilt. Ein Gegenbeispiel ist die gliedrige Zugkette z.B. einer AUDI Multitronic, die nur auf Zug belastet wird, wodurch die Kraftübertragung nur auf einer Seite der Kette stattfindet.

Welches sind die Vor- und Nachteile eines CVT Getriebes
?
Diese Frage läßt sich reduzieren auf die Frage, wie hoch sind die Verluste im Getriebe und wovon sind sie abhängig ? Die Scheibenhälften werden hydraulisch bewegt und im Idealfall mit so viel Kraft zusammengepreßt, daß die Kette gerade eben nicht rutscht. Wird viel Drehmoment angefordert, müssen die Kegelscheiben entsprechend fester zusammengepreßt werden, was Motorleistung für den hydraulischen Druck erfordert. Wenn das angetriebene Kegelpaar (im Bild oben der Abtrieb) sehr kleine Durchmesser annimmt (= große Übersetzung, schnelle Fahrt), steigen die Verluste im Wandler noch weiter an, weil die Kette nur an wenigen Punkten noch an den Scheiben aufliegt, aber auf keinen Fall rutschen darf. Kombiniert man beide Betriebszustände - also bei Fahren im Bereich der Höchstgeschwindigkeit - summieren sich die Verluste.

Fazit:
Das CVT-Automatikgetriebe bietet den größten Vorteil im Stadtverkehr. Man fährt mit wenig Gas und die Abtriebsscheiben stehen auf vergleichsweise großem Durchmesser. Die Verbräuche sind i.A. geringer als mit jedem anderen Automatikgetriebe.
Auf der Landstraße halten sich CVT- und konventionelles Automatikgetriebe leistung- und verbrauchsmäßig die Waage. Auf der Autobahn werden die prinzipbedingten Nachteile des CVT-Getriebes offensichtlich. Die Höchstgeschwindigkeit liegt weit unter der eines Schaltgetriebes (beim Qashqai rund 10km/h), der Verbrauch im Hochgeschwindigkeitsbereich steigt überproportional an und die Beschleunigungswerte z.B. von 150km/h auf 170km/h lassen Zweifel an den 141PS der 2l Maschine aufkommen.
Entschädigt wird man bei Nissan durch eine überaus komfortable Fortbewegung. Keine Schaltrucke und ein sehr leiser Motor sind zum Cruisen da, und auch nur für Freunde dieser Fahrweise kann man den QQ mit CVT wirklich empfehlen. Das Getriebe polarisiert - ein "sportlicher" Fahrer wird es ablehnen, ein gemütlicher Gleiter will nichts anderes mehr.

_________________________________________

Zurück zur Startseite